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Behind the scenes - hinter den Kulissen

Die erste ätherische Öle - WhatsApp Party liegt hinter mir.


Bevor ich mein erstes Video aufnahm, konnte ich Nächte vorher nicht schlafen. Immer wieder hab ich überlegt, was ich alles zeigen möchte, welche Öle stelle ich vor, wie werde ich Interessierten und Bestandskunden gleichermaßen gerecht?!

Hoffentlich vergesse ich nichts Wichtiges.... and so on...


Die Zahl der TN wuchs täglich. Ich wäre mit 50 schon echt happy gewesen, aber letztlich waren es über 200! Das war zu viel für mich.


Das erste Video nahm ich mit Herzrasen und Unsicherheit auf, nur um danach festzustellen, dass ich tatsächlich ein paar Punkte vergessen hatte. Klassiker 🙈


Natürlich machte ich mir geflissentlich einen ungefähren Ablaufplan, aber ich wollte das Leben auch machen lassen und wirklich so sehr wie es ging die TN mithineinnehmen in meinen Öle-Lebens-Alltag.


Nach den ersten Tagen kamen auch schon die ersten Fragen und Feedbacks, die durchweg positiv waren. Ich wurde sicherer und mit jedem Video mutiger. ☺️

Und dann kam es,… das erste negative feedback in ausführlich schriftlicher Form.

Mein Herz sank. Meine Nervosität stieg.


 

Ich erinnerte mich an einen Satz in meiner Ausbildung bzgl. Kindererziehung:

Ein kritisches Wort braucht 10 Ermutigungen, um das wieder auszugleichen.

Genau so fühlte es sich an.

Alles was vorher an positiven feedback kam, war null und nichtig. Ich war niedergeschlagen, hinterfragte alles und dachte, die anderen seien einfach nicht mutig genug mir ihre ehrliche Meinung zu sagen. Seit diesem „Knall“ hatte ich Angst vor jeder Nachricht die eintrudelte.

Viele sagen meine authentische, lebendige Offenheit und mein "mit-hinein-nehmen" in meinen Alltag habe sie inspiriert. Das freut mich natürlich. Gleichzeitig bedeutet sich zu öffnen, auch, sich verletzlich, angreifbar zu machen und mir wurde bewußt das ich lernen darf das auszuhalten.


Gott sei Dank, kommen zur richtigen Zeit auch immer die richtigen Bücher in mein Leben. Wenn es mir seelisch nicht gut geht, leg ich mich 2 Stunden in ein Basenbad und tauche dann buchstäblich erst mal ab.

Da lag ich also in meinem Gefühlselend und las das nächste Kapitel in meinem Buch:

Jeder schaut durch sein eigenes Fenster.

„Ein Ereignis, das dir im Leben widerfährt, ist, wie es ist.“


Ob wir es als positiv oder negativ empfinden, hängt mit unserer Bewertung oder Erwartung zusammen und nicht mit dem Ereignis selbst, so der Autor Dieter Lange (Begründer von Greator).


Wenn wir uns alle bald nach den Sommerferien wiedersehen und uns höflicherweise fragen: „Na wie war euer Urlaub?“ Dann hören wir entweder: „Fantastisch! Jeden Tag Sonne, das Essen ein Traum, die Kinder selbstständig unterwegs und das an der Nordsee!“… oder Naja, ging so von unseren 10 Tagen hatten wir 7 Regentage, saßen mit unseren nölenden Kindern in der Ferienwohnung fest und versuchten das Beste draus zu machen.“

Bei einem Urlaub an der Nordsee, sind wir danach nicht so enttäuscht, denn wir rechnen mit regnerischen, windigen Wetter, aber wenn wir ein Land mit Sonnengarantie ausgewählt haben, dann hat es uns buchstäblich die Laune verregnet.

Ihr merkt schon, es hängt an unseren Erwartungen und Ansprüchen, ob etwas mega cool ist oder einfach nur sch***.

Mein Anspruch an die WhatsApp Party war es allen gerecht zu werden, alle Erwartungen und Bedürfnisse zu erfüllen und natürlich für die Öle zu begeistern.

Aber dieser eine Satz: Jeder schaut durch sein eigenes Fenster, hat mich zurück geholt aus dem sumpfigen Selbstmitleid.

Noch während ich schmunzelnd darüber nachdachte, kam eine weitere Sprachnachricht. Entschlossen klickte ich auf abhören. Es war ganz tolles, positives feedback, aber wisst ihr was?! In dem Moment hat es nichts mehr mit mir gemacht. Kein „Yeah!“ wie vorher, sondern ein „ja für DICH war das super, für jemanden anderen vielleicht nicht, aber weißt du was, es macht nichts mehr mit mir.“

Versteht mich nicht falsch, jedes feedback, besonders das ehrliche, auch negative ist wichtig! Ich/ Wir wollen uns als Team weiterentwickeln und immer unser Bestes geben, aber ich will meinen Wert von einer Be-Wert-ung nicht mehr abhängig machen. Denn nur so kann ich es objektiv betrachten. Was passiert, wenn wir es persönlich nehmen? Wir fallen in ein Loch, hinterfragen alles, gehen in schlimmsten Fall in den Verteidigungsmodus und schießen auf den anderen aus vollen Rohren, kotzen uns bei anderen darüber aus, wie unmöglich dieser Mensch doch ist…. ihr kennt das Spiel.


Nur der Unwissende wird böse. Der Weise versteht.

Der Unwissende fühlt sich in seinem Ego gekränkt, sobald Erwartungen oder seine Fenstersicht nicht erfüllt wird. Der Weise versteht, dass die Bewertungen und Erwartungen von anderen rein gar nichts mit ihm zu tun haben. Das Ego wird gekränkt, das Selbst ist sich seiner Selbst-sicher.

Letztlich muss ICH in den Spiegel schauen und mit dem Menschen, den ich dort sehe klar kommen. Und das tu ich. Ich mag mich. ☺️ So unperfekt, wie ich auch sein mag. Ich weiß, ich geb immer mein Bestes, verletze nie absichtlich jemanden und arbeite beständig an mir.

Ich bin vielleicht noch nicht da, wo ich sein will, aber ich bin auf jeden Fall nicht mehr da, wo ich war.

In diesem Sinne wünsche ich auch dir, egal wie dein Urlaub, deine Arbeit, dein Leben gerade verläuft, Frieden. Frieden und versöhnt sein mit dir selbst. Unabhängig von anderen Menschen, Ereignissen und äußeren Umständen.

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